Neben Nektar sammeln die Bienen auch Blütenstaub, Pollen genannt.
Dieser dient als Eiweißspender bei der Aufzucht der Brut.
Schon im zeitigen Frühjahr fliegen die Bienen bei den ersten warmen Sonnenstrahlen aus, um den Pollen der Haselnuss einzutragen.
Die leuchtend gelben Rapsfelder im April lassen auf eine erste gute Ernte hoffen.
Da zur gleichen Zeit auch viele Obstbäume blühen, ist der Tisch für die Bienen reich gedeckt.
Die Robinien verwandeln ganze Wälder in ein duftendes Blütenmeer. Der lange flüssig bleibende Honig ist sehr beliebt.
Leider beenden Spätfröste oder ein böhiges Gewitter oft die üppige Blüte noch bevor sie begonnen hat.
Bienen bauen ihre Waben aus selbst erzeugtem Wachs. Dieser kostbare Rohstoff wird vom Imker eingeschmolzen und verarbeitet.
Die so entstandenen Wachsblöcke werden mechanisch gereinigt und geklärt, bevor sie z.B zu Kerzen gegossen werden.
Wenn meine Frau zur Vorweihnachtszeit Kerzen und Teelichter gießt, duftet es im ganzen Haus herrlich nach Bienenwachs.
Ein selbstgebastelter Adventskranz mit echten Bienenwachskerzen gehört bei uns jedes Jahr einfach dazu.
Hier kann man eine Königin umringt von ihrem Hofstaat sehen. Nur sie ist in der Lage Eier zu legen und so für den Fortbestand des Bienenvolkes zu sorgen.
Eine künftige Königin wächst in solchen Gebilden, den Weiselzellen heran. Sie wird dabei die ganze Zeit mit einem besonderen Futtersaft gefüttert, auch als Gele Royale bekannt.
Um erwünschte Eigenschaften zu fördern, greift der Imker mittels selektiver Zucht ein. Dazu lässt er die Bienen eines geeigneten Volkes mehrer Königinnen nachziehen, die später auf verschiedene Bienenvölker verteilt werden, um so gleich gute Bedingungen auf seinem Bienenstand zu haben.
Das Ziel sind sanftmütige, vitale Bienen mit guter Brutpflege und hohen Honigertägen.